Gruppen und KreiseKontakte nach PolenZusammenarbeit zwischen der Pfarrgemeinde Maria Hilf/St. Wolfgang in Bamberg-Wunderburg und der Pfarrgemeinde St. Stanislaus Kostka in Warschau-Zoliborz Anfang der Zusammenarbeit
Eine katholische Gemeinde in Deutschland suchte der polnische Pfarrer, Prälat Zygmunt Malacki, im Jahr 2001, um mit ihr einen seelsorgerlichen Erfahrungsaustausch zu beginnen. Und er ist fündig geworden, und zwar in Bamberg, in der Pfarrei Maria Hilf in der Wunderburg. Bei einem Besuch bei Frau Gertraud Köhler in Bamberg im Mai 2001,schilderte Ewelina Strozek die Wünsche ihres Pfarrers Prälat Zygmunt Malacki, dem Pfarrer von Maria Hilf, Pfr. Oberle und Zygmunt Manderla, Mitglied des Pfarrgemeinderates von Maria Hilf. Noch am gleichen Abend, an dem eine Sitzung des Pfarrgemeinderates stattfand, beschlossen dessen Mitglieder, dass eine Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde Stanislaus Kostka in Warschau-Zoliborz aufgenommen wird.1. Begegnung - Besuch aus Bamberg in WarschauVom 28.01.2002 bis 30.01.2002, auf Einladung aus Warschau, fuhren wir nach Warschau: - Pfarrer Heinz Oberle
- Zygmunt Manderla, Mitglied des Pfarrgemeinderates Maria Hilf.
Es wurden nächste Schritte der Zusammenarbeit festgelegt. Dieser Besuch in Warschau wurde im Südkurier Nr. 89 beschrieben 2. Begegnung - Besuch aus Warschau in BambergVom 12.07 bis zum 14.07.2002 besuchten uns 5 Personen zum Heinrichsfest. Es waren: - Pfarrer Zygmunt Malacki.
- Priester Czeslaw Banaszkiewicz
- Stanislaw Nowacki
- Edmund Sliwa
- Mieczyslaw Cherubinski
Beide Pfarrer, Pfarrer Heinz Oberle von der Pfarrgemeinde Maria Hilf/St. Wolfgang und Pfarrer Zygmunt Malacki von der Pfarrgemeinde St. Stanislaw Kostka in Warschau, haben weitere Schritte unserer Zusammenarbeit festgelegt. Pfarrer Oberle hat die Warschauer zum Heinrichsfest eingeladen. 3. Begegnung - Besuch aus Bamberg in Warschau 24.10. – 28.10.2002 kam es, so wie geplant, zur Pfarrfahrt nach Warschau-Zoliborz. 35 Gästen aus Bamberg wurde ermöglicht die Sehenswürdigkeiten in Warschau und der Umgebung zu besichtigen. Während des Aufenthaltes in Warschau wurde auch ein Seminar-Treffen vorgesehen. Von unserer Seite wurden folgende Themen bearbeitet: 1. Die Organisation der Kirche in Deutschland und in Bayern (Herr Zygmunt Manderla) - Anzahl der Bewohner
- Anzahl der Religionen und der Gläubigen
- Anzahl der Geistlichen und Orden
- Anzahl der Diözesen, Pfarrgemeinden und Kirchen
- Die Bischofskonferenz, ihre Organisation und ihre Rolle
Im Vortrag versuchte man durch die 2000 Jahre des Christentums, vom Jahr „0“ – Geburt Christi - bis heute die Geschichte der Kirche zu beschreiben. Es wurde die Organisation der Kirche und auch der BRD kurz dargestellt. 2. Die Pfarrgemeinde Maria Hilf und ihre Organisation (Frau Elfriede Eichfelder) - Geschichte der Pfarrgemeinde
- Anzahl der Gläubigen in der Pfarrgemeinde und Anzahl der Bewohner im Stadtteil Wunderburg und in Bamberg
- Mitglieder des Pfarrgemeinderates und seine Organisation
- Die Relation Pfarrer und PGR
3. Praktische Aspekte des Glaubens mit der Berücksichtigung des Einflusses der Medien, Ökonomie und der Ökumene (Pfarrer Heinz Oberle) Dieses Thema soll betrachtet werden als Erkennung der Probleme, die wir uns später noch genauer ansehen sollen. Die Medien, die Arbeit oder die Arbeitslosigkeit, die Anwesenheit anderen Religionen im täglichen Leben, das alles sind Faktoren die unser Bewußtsein beeinflussen, ob wir es wollen oder auch nicht. Ähnliche Themen wurden auch von der polnischen Seite vorgetragen. Dieses Treffen gab die Möglichkeit die Arbeitsbedingungen der Kirchen in Deutschland und in Polen zu vergleichen. 4. Begegnung - Besuch aus Warschau in Bamberg Es kamen 20 Gäste aus Warschau zum Heinrichsfest 2002, unter der Begleitung von Priester Czeslaw Banaszkiewicz. Die Gäste wurden bei Familien in der Wunderburg untergebracht. Den Gästen wurden Sehenswürdigkeiten von Bamberg und der Umgebung gezeigt. Wir besuchten mit Gästen Vierzehnheiligen, Nürnberg, Truppach usw. 5. Begegnung - Besuch aus Bamberg in Warschau Die 5. Begegnung mit Warschau fand vom 17.bis zum 24. Oktober 2004 statt. Anlass des Besuches war der 20. Jahrestag des Todes von Priester Jerzy Popieluszko. An diesen wichtigen Feierlichkeiten nahmen 25 000 Teilnehmer mit Kardinälen und Bischöfen teil. Diese Begegnung wurde ausführlich im Südkurier Nr. 94 beschrieben. 6. Begegnung - Besuch aus Warschau in Bamberg Im Oktober 2005 haben wir die Jugend aus Warschau zum Weltjugendtag 2005 nach Bamberg eingeladen. Es kamen 20 Jugendliche, die bei Familien in der Wunderburg untergebracht wurden. Nach dem Aufenthalt in Bamberg, vom 09.08.2005 bis 15.08.2005, fuhren sie mit der Jugend von der Erzdiözese Bamberg nach Köln zum Treffen mit Papst Benedikt XVI. Aus Köln fuhren sie direkt nach Warschau zurück. Diese Fahrt wurde im Südkurier Nr. 96 beschrieben. 7. Begegnung - Besuch aus Bamberg in Warschau Die Fahrt nach Warschau erfolgte auf Grund der Einladung von Pfarrer Malacki und den Eltern der Kinder aus Warschau, die zum Weltjugendtag 2005 nach Bamberg kamen. Sie wollten sich bei der Wunderburger Pfargemeinde für den schönen Aufenthalt und die Gastfreundschaft die wir ihren Kindern bei uns bereitet haben, bedanken. Der Besuch in Warschau dauerte vom 16.10.2005 bis zum 20.10.2005. Am 19.10.2005 fanden auch die Feierlichkeiten, anläßlich des 21 Jahrestages des Todes von Priester Popieluszko. Es fand auch ein Treffen mit alten Freunden aus Argenta statt. Nach Warschau fuhren 4 Personen.Die Fahrt wurde im Südkurier Nr. 96 genauer beschrieben. 8. Begegnung - Besuch aus Bamberg in Warschau zum 25. Jahrestag des Todes von Priester Jerzy Popieluszko Anlass des Besuches war der 25. Jahrestag des Todes des durch den polnischen Geheimdienst ermordeten n Priesters Jerzy Popieluszko. Das war Montag, der 19.10.2009 Der Besuch in Warschau fand im Zeitraum 15. - 20. Oktober 2009 statt. Nach Warschau fuhren Frau Gertraud Köhler und die Herren Dr. Ulrich Ortner, Wolfgang Grubert und Zygmunt Manderla. Am 19.Oktober 2009 fand die heilige Messe statt, die der Warschauer Bischof Kazimierz Nycz mit vielen Priestern konzelebrierte. Es muss erwähnt werden das Symposiums, das am 17.10. stattgefunden hat. Während des Symposiums hielt einen sehr interessanten Beitrag Prof. Tomasz Kaczmarek über die: rechtliche und kanonische Diskussion über das Glaubensmartyrium des Priesters Jerzy Popieluszko. Dieser Vortrag ist zu lesen auf polnisch:
und auf deutsch:
In diesem Vortrag stellte Prof Kaczmarek, der auch Postulator bei der Kongregation für Kanonisation von Priester Popieluszko war, die genaue Vorgehensweise im Fall Popieluszko dar. Priester Popieluszko wurde durch Papst Benedikt XVI selig gesprochen. Dies wird am 6. Juni 2010 durch Kardinal Amato offiziell bekannt gegeben. Anbei sind auch ein paar Bilder vom 25. Jahrestag des Todes von Priester Popieluszko.
Zygmunt Manderla
|