Fastenzeit 2009
Kreuzweg nach biblischen Texten
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I. Station:
Jesus wird unschuldig zum Tode
verurteilt
"Sie sprachen
zueinander in ihrer Bosheit: Wir wollen den Gerechten fangen, denn er steht unsern Taten im Wege. Ist er wirklich Gottes Sohn, dann soll er ihn
befreien aus unsern Händen. Zu schmachvollem Tode wollen wir ihn verdammen.
Seinen eigenen Sohn hat Gott nicht geschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben."
Wie
reagiere ich, wenn jemand ungerecht über mich urteilt?
Über wen habe ich selber ein abfälliges oder ungerechtes Urteil in Gedanken oder Worten gefällt?
Wasche ich immer meine Hände in Unschuld und schiebe ich die Schuld auf andere?
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II.
Station:
Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
"Er hat statt der Freude, die
sich ihm bot, das Kreuz auf sich geladen und der Schmach nicht geachtet.
Der Herr hat auf ihn gelegt unser aller Missetat; Er hat ihn geschlagen wegen der Sünden seines Volkes."
Das
Kreuz in meinem Leben kann ganz verschiedene Namen haben, z. B. Krankheit, familiäre oder berufliche
Probleme usw.
Wie gehe ich damit um?
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III.
Station:
Jesus fällt das erste
Mal unter dem Kreuze
"Sie spannten ein Netz, meine
Füße zu umstricken, sie legten mir Steine auf meinem Weg. Und ich hab' keinen Helfer.
Er hat unsere Krankheiten auf sich genommen und hat
unsere Schmerzen getragen. Er ist verwundet worden wegen unserer Missetaten und
ist zertreten wegen unserer Sünden."
Wann, wo oder wie bin ich gefallen?
Bin ich wieder aufgestanden?
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IV.
Station:
Jesus begegnet seiner
tiefbetrübten Mutter
"Dunkel vom Weinen sind meine
Augen geworden, gebrochen ist mein Herz ob der Schmach meines Sohnes.
Deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen, Auf daß die Gedanken vieler Herzen offenbar werden."
Gibt es auch in meinem Leben ein „Schwert“,
das meine Seele durchdringt?
Wie
gehe ich mit diesem Schmerz um?
Rechne ich mit dem Beistand
des Herr und der Fürbitte seiner Mutter Maria?
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V.
Station:
Simon von Cyrene hilft
Jesus das Kreuz tragen
"Wir wollen uns freuen, daß
wir mit Christus leiden; denn dazu sind wir berufen, da auch Christus für uns
gelitten und uns ein Beispiel hinterlassen hat, damit wir seinen Spuren folgen. Wir müssen
uns rühmen im Kreuze unseres Herrn JesusChristus; Denn in ihm ist unser Heil, unser Leben und unsere
Auferstehung."
Sehe ich nur mein eigens Leid?
Bin
ich auch bereit, einem anderen sein Kreuz zu erleichtern? Und
wem?
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VI.
Station:
Veronika reicht Jesus
das Schweißtuch dar
"Wende nicht ab von uns Dein Angesicht, Und weiche nicht im Zorn von Deinen Dienern."
Auf
wen schaue ich?
Auch
auf den Herrn?
Habe ich sein Angesicht vor
Augen und trage ich sein Bild im Herzen?
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VII. Station:
Jesus fällt das zweite
Mal unter dem Kreuze
"Mit furchtbaren Augen haben
sie mich angestarrt und mich grausam geschlagen.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch;
Der Spott der Leute und die Verachtung des Volkes."
Stehe
ich trotz aller Schwierigkeiten immer wieder auf?
Gehe
ich den Weg mit Gottes Hilfe weiter, auch wenn es Schwer ist?
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VIII.
Station:
Jesus und die weinenden
Frauen von Jerusalem
"Ihr Töchter von Jerusalem, weint
nicht über mich, weint aber über euch und eure Kinder! …
Wer wird meinem Haupte Wasser geben, und Tränen meinen
Augen, Tag und Nacht zu weinen über dich, Jerusalem!"
Über
viele Menschen müsste der Herr auch heute weinen.
Vielleicht
auch über mich und meine Familie, Kinder
und Enkel?
Was
wird ihnen die Zukunft bringen?
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IX.
Station:
Jesus fällt das dritte
Mal unter dem Kreuze
"In Staub gebeugt ist meine
Seele, und mein Leib ist zu Boden getreten.
Wie ein Lamm ist er zur Schlachtbank geführt worden, Wie ein Schaf, das vor seinem Scherer verstummt, tat
er den Mund nicht auf."
Vom Kreuz ganz erschlagen. Am Boden
zerstört. Scheinbar alles aussichtslos.
Bitte
ich den Herrn um Kraft, wenn ich einmal ganz am Boden liege und keinen Ausweg
mehr sehe?
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X.
Station:
Jesus wird seiner
Kleider beraubt
"Sie gaffen mich an und
weiden sich an meinem Anblick. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen über
mein Gewand das Los.
Nicht Gestalt ist an ihm, nicht Schönheit, Daß wir Gefallen hätten an ihm."
Der
Schande und den Blicken der Gaffer hilflos ausgeliefert, bloßgestellt, blamiert
und verspottet.
Wen
habe ich schon einmal oder öfter bloßgestellt, blamiert vor anderen und „kein
gutes Haar an ihm gelassen?
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XI.
Station:
Jesus wird ans Kreuz genagelt
"Mein Volk, was hab' Ich dir
getan, worin betrübt' Ich dich? Antworte mir! Was hätte Ich noch weiter tun sollen und tat es nicht?
Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt,
Alle meine Gebeine haben sie gezählt."
„Auf’s
Kreuz gelegt“. Bin
auch schon einmal aufs Kreuz gelegt worden?
Habe
ich es anderen angetan?
Habe
ich sie auf eine bestimmte Rolle „festgenagelt“?
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XII.
Station:
Jesus wird an Kreuz
erhöht und stirbt
"Sieh, wie der Gerechte
stirbt, und keiner nimmt sich's zu Herzen! Die Gerechten werden getötet, und
keiner bedenkt es."
Gehöre
ich zu den Gleichgültigen denen das Leiden und Kreuz des Herrn nicht zuHerzen
geht?
Das Leiden und Sterben der
Menschen in meiner Umgebung und in der Welt?
Oder
fühle ich mich wie Maria und Johannes?
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XIII.
Station:
Jesus wird vom Kreuz
herabgenommen
"Mit wem soll ich dich vergleichen,
Tochter Jerusalems? Wem soll ich dich zur Seite stellen, Jungfrau, Tochter
Sions?
Durch dich, Jungfrau Maria, schöpfen wir das Heil
Aus den Wunden Christi."
Die
Darstellung der „Pieta“ der schmerzhaften Muttergottes mit dem Leichnam Jesu
auf ihrem Schoß (auch hinten in unser Pfarrkirche) haben vielen Menschen
in schwerem Leid Trost gespendet.
Ist Maria auch für mich „Trösterin der Betrübten“?
Als himmlische Mutter hat sie der Herr auch uns allen zur Mutter gegeben.
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XIV.
Station:
Der Leichnam Jesu wird
ins Grab gelegt
"Für die Qual seiner Seele
wird er reichen Segen schauen: Vielen wird er die Gerechtigkeit bringen, viele
wird er zu eigen empfangen, weil er sein Leben zum Tode dahingab. An jenem Tage wird er
dastehen als Zeichen der Völker; die Heiden werden kommen, und sein Grab wird
herrlich sein."
Endstation
in dieser Welt: Das Grab auf dem Friedhof.
Weiß ich schon wo es sein
wird?
Wer wird um mich trauern?
Vertraue ich an Gott, der
auch mich durch den Tod hindurch retten, auferwecken und in seine
Herrlichkeit aufnehmen wird?
Christus lass bei meinem Sterben Mich mit deiner Mutter erben Sieg und Preis nach letzten Streit! Wenn der Leib dann sinkt zur Erde,
gib mir, dass ich teilhaft werde Deiner sel’gen Herrlichkeit!
Ihr Pfarrer Heinz Oberle Fotos der Stationen des Kreuzweges in der Pfarrkirche Maria Hilf stammen vom Georg Ditterich
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